Donnerstag, 20. August 2015

Etappe 18 Tösens - Norbertshöhe 28 km



Offensichtlich machen sich die Strapazen der letzten 2 ½ Wochen bei mir bemerkbar. Habe lange geschlafen. Erst gegen 9:30 Uhr trat ich für meine vorletzte (meine "Bergetappe" auf die Norbertshöhe) Etappe in die Pedale.
Die Witterung war wieder sehr kühl und die Bergspitzen waren auch heute in den tief hängenden Wolken verschwunden. Trotzdem waren schon Paraglider unterwegs und ein Tandemteam landete direkt vor mir auf dem Radweg.
Auf meiner Fahrt rückten die Berge immer näher heran und das weite Tal wurde zunehmend enger. Ab dem Dorf Pfunds musste ich nun ein Pfund zulegen. Aus der vorher kaum merklichen Steigung wurde ein langgezogener Anstieg über den 1100m hohen Finstermünz Pass. Ich hatte mich schon über jeden „ertretenen“ Höhenmeter gefreut, denn dadurch wurde der Höhenunterschied zu meinem Ziel geringer und der letzte Anstieg nicht zu anstrengend, waren meine Gedanken.

Aber Pustekuchen - durch eine lange Abfahrt waren die Höhenmeter wieder futsch. Auf diesen Streckenteil ist der Inn die natürliche schweiz-österreichische Grenze und ich fahre zwischen den Felsen hindurch auf Schweizer Boden bis zum Zolldurchlass Martina. Und genau dort wiederum beginnt der Anstieg zur Norbertshöhe
Entlang des Inn zwischen den Felsen hindurch kam ich vom Altfinstermünz Pass und rechts oben auf dem Kamm liegt die Norbertshöhe
Von hier geht es auf 6 km über 11 Kehren gut 450 m hoch. Am Kiosk des Grenzüberganges legte ich eine kurze Kaffeepause ein und sammelte meine Kräfte. Dann machte mich an den Aufstieg. Zu meiner Überraschung konnte ich die Steigungen zwischen den Kehren tatsächlich treten. Ich musste zwar zwischendurch mal anhalten, um meinen Puls wieder runter zu bekommen, aber die Passhöhe erreichte ich ohne das Fahrrad zu schieben. 
Von da unten komme ich her.
Auf der Passhöhe angekommen, stand dort gerade eine Gruppe Radfahrer, die auf der gegenüber liegenden Seite hinauf gekommen waren und fotografierten sich.

Zu meiner Überraschung stellte sich heraus, dass es sich um Kollegen (Appel) aus Hamburg handelte, die ich in ihrem Radleroutfit (Helm, Sonnenbrille) zunächst nicht erkannt hatte!
Bereits kurz nach dem Mittag bezog ich mein Quartier im Gasthof Norbertshöhe.

1 Kommentar:

lemmi hat gesagt…

hahaha, Du erinnerst Dich Felix. Ich habe Dir am Anfang Bergqualitäten und hierfür gute Beine vorausgesagt!!! Tolle LEISTUNG.

Wünsche Dir eine wunderschöne Abschlußetappe.

VG aus dem sonnigen und den CC entegenfieberndem HH

Lemmi