Heute sollte
ich also den ersten richtigen Bergpass mit dem Fahrrad überqueren!
Aufgrund meiner
Erfahrungen mit den Steigungen in den Mittelgebirgen, hatte ich einige Selbstzweifel
in die eigenen Pedalkräfte. Notfalls hatte ich mit dem angebotenen Busshuttle ab
„Biberwier“ über den Fernpass einen Plan B als Option. Trotzdem habe ich
unruhig geschlafen. Bei Studium der Unterlagen am Morgen stellte sich heraus,
dass für den Busshuttle am Vortag eine Anmeldung erfolgen musste. Hatte ich
natürlich nicht - also war Plan B nichts wert.
Es war zwar
kühl, aber die Sonne lachte schon an einigen Stellen durch die Wolken, die die Gipfel
der Berge rings um Garmisch - Partenkirchen noch versteckten.
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| ...auch die der Zugspitze |
Zu Beginn
stand wieder die Suche nach dem Einstieg in den Radwanderweg Richtung Leermoos,
allerdings nicht mit solchen Umwegen wie gestern in Bad Tölz! Das ich von nun
an bergaufwärts fahre, war an dem fehlenden Nachrollen des Rades zu merken.
Ohne Treten keine Vorwärtsenergie!
DDer
Höhenmesser vom Tachometer kletterte langsam aber stetig an. Gut so! Jeden
Meter den ich jetzt an Höhe gewinne, spare ich am eigentlichen Anstieg.
Kurz hinter Biberwier war es dann mit dem gemütlichen Anstieg vorbei. Ich hatte vorher schon mehrfach auf das kleine Kettenblatt vorne umgeschaltet, ab jetzt ging‘s nur noch mit dem! Auf dem asphaltierten Radweg entlang der Bundesstraße konnte ich die Steigung noch wegtreten, aber als es auf den Schotter Radweg in den Wald ging, war ich bald mit meinem Latein am Ende. Abgesehen davon, dass meine schmalen Asphalt Pneus keinen Grip hatten und durchdrehten, fehlte mir auch die Kraft um Rad, Gepäck und mich mit den Pedalen nach oben zu wuchten. Also runter vom Sattel, denn wer sein Fahrrad liebt der schiebt bergauf. So kam ich über Serpentinen zu einem 45 minütigem Spaziergang durch Kiefernwald zur Passhöhe des Fernpass hinauf. Immer wieder unterbrochen von kurzen Fahrpassagen auf etwas flacherem Terrain. Gegen Mittag hatte ich es dann geschafft.
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| Über eine flache Ebene ging es dann nach Biberwier. |
Kurz hinter Biberwier war es dann mit dem gemütlichen Anstieg vorbei. Ich hatte vorher schon mehrfach auf das kleine Kettenblatt vorne umgeschaltet, ab jetzt ging‘s nur noch mit dem! Auf dem asphaltierten Radweg entlang der Bundesstraße konnte ich die Steigung noch wegtreten, aber als es auf den Schotter Radweg in den Wald ging, war ich bald mit meinem Latein am Ende. Abgesehen davon, dass meine schmalen Asphalt Pneus keinen Grip hatten und durchdrehten, fehlte mir auch die Kraft um Rad, Gepäck und mich mit den Pedalen nach oben zu wuchten. Also runter vom Sattel, denn wer sein Fahrrad liebt der schiebt bergauf. So kam ich über Serpentinen zu einem 45 minütigem Spaziergang durch Kiefernwald zur Passhöhe des Fernpass hinauf. Immer wieder unterbrochen von kurzen Fahrpassagen auf etwas flacherem Terrain. Gegen Mittag hatte ich es dann geschafft.
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| Nach einer kurzen Abfahrt habe ich mich an dem Fernpass Rast Kiosk mit ein Stück Apfelstrudel und einem Spezi belohnt. |
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| Die Abfahrt dann war aber auch nicht ohne. Sie war teilweise sehr steil und auf Schotter mit diagonalen Baumwurzel und grossen Steinen zwischendurch. |
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| Also höggschde (gell Yogi) Konzentration war von nöten. |
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| Zudem waren jetzt an einigen Stellen die Spuren der Römer auf deren Via Claudia Augusta von Venedig zur Donau im felsigen Untergrund zu erkennen. |
Im unter
Teil des Fernpass zum Gurgltal hin konnte ich dann schön rollen lassen. Bei meiner
Ankunft in Tarrenz zeigten sich die Spuren der Abfahrt. Eine Schraube vom
Vorderradträger hatte sich gelöst und hing nur noch auf „halbacht“. Mit dem
Bordwerkzeug des Quartierwirtes vom Gästehaus Anni Kichl, Tarrenz konnte dieser Schaden
behoben werden. Allerdings müssen die Bremsbeläge ziemlich gelitten haben, denn
ich musste die Bremse auf der Abfahrt mehrfach nachstellen.
Im Hotel
Gurglthaler Hof habe ich mich dann abends für den nächsten Tag gestärkt.










1 Kommentar:
Finde ich schonmal spannend, dass Du mit dem Navi (Garmin?) solch negative Erfahrungen machst. Dann also doch lieber auf altbewährtes Kartenmaterial setzen. Wenn ich die zahlreichen Beschreibungen der Radwegsqualitäten lese, die Du mittlerweile befahren hast, glaube ich fast, dass sich ein MB (vielleicht mit Zusatzmänteln fürs Gelände) eher für so eine Tour anbieten würde.
Gute Weiterfahrt heute.
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