Nachdem ich Niedersachsen von Nord nach Süd durchquert, den Nordosten von Hessen gestreift, liegt das Ziel meiner heutigen Radelei im thüringischen Stregda, einem nördlichen Vorort (10 km) von Eisenach. Wie bereits in Eschwege, findet in Eisenach zum Wochenende ein Event mit nationaler Bedeutung - eine historische Auto-Ralley - statt. Also mal wieder Zimmerknappheit.
Gestern Abend habe ich noch einmal den Inhalt meiner Packtaschen durchgesehen. Ich habe zu viele Klamotten mitgenommen, die ich nicht benötige. Diese überflüssigen Sachen habe ich zusammengesucht und heute Morgen um 07:15 Uhr in der DHL-Station als Paket nach Hause aufgegeben.
Nun gefühlt 15 kg leichter, fuhr ich teilweise direkt am Ufer der Werra auf schmalen Schotter-Pisten entlang, manchmal war der Untergrund eher etwas für Mountain-Biker, als für meine schmalen 28-er Reifen.
Eschwege war
trotz der frühen Uhrzeit schon von weitem zu hören - die ersten Soundchecks
wurden bereits durchgeführt oder waren das schon einige der „Acts“ auf der
Bühne? In der Nähe des Festival-Geländes lagen dann rechts und links des
Radweges „Flaschen“ im Gras - aus Glas und menschliche.
Durch die
vielen Waldpassagen ließ sich die auch heute währende Hitze mit 36 Grad einigermaßen
ertragen. Komischerweise lagen ausgerechnet die zahlreichen Anstiege immer in
der Sonne und machten dem Namen des Radweges (Hercules) alle Ehre. Jeder schattige
Rastplatz der zur Brotzeit einlud, wurde von mir gern genutzt.
Vom Örtchen
Hörschel, dem „Tor zum Rennsteig“, ging es zunächst entlang des Nebenflüsschen
Hörsel und danach durch die vor Hitze flimmernde Innenstadt von Eisenach zum
Quartier im nördlich gelegenen Vorort Strengda. Per Taxi habe ich es dann
tatsächlich geschafft, kurz vor Torschluss einen Rundgang durch die Wartburg zu
machen.
Danach
reichte es mir (mit zusätzlichem Sonnenbrand) für den heutigen Tag mit Bewegung.


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