Montag, 17. August 2015

Etappe 14 Freising - Osterwarngau 79 km



Der Freisinger Himmel weinte am Morgen. Meinetwegen? - ich hatte bisher doch alles gegeben! Eher schon, über den Zustandes vom Radweges entlang der Isar. Auf meiner Tour bin ich ja nun schon verschiedene Radwege abgefahren, aber eine so schlechte Oberfläche ist mir noch nicht unter die Pneus gekommen. Die ersten 20 km bis München Ismaning bestanden aus teilweise losem Schotter, Zentimeter dick aufgetragenem Rollsplitt und groben Steinuntergrund - gutes altes lauenburgisches Kopfsteinpflaster wäre die reinste Wohltat gewesen. Für mich war das kein Fahrspaß - eher eine Tortour. Als der Untergrund in Ismaning besser wurde, habe ich erst einmal kontrolliert, ob noch alles an meinem Fahrrad dran war! So sehr bin ich durchgeschüttelt worden.










Hinzu kam das schlechte Wetter. Meine Regenkleidung schützt zwar vor Wasser von oben, leitet aber auch keine Feuchtigkeit nach außen ab. Da ich nicht unbedingt gemächlich dahin radele, sind meine Klamotten unter Regenjacke und -Hose nach kurzer Zeit klitsch nass. Na super, da kann man auch gleich ohne Regenzeug fahren.


Während ich um die Mittagszeit im Cafe Wünsche am Eingang des Tierpark Hellabrunn auf Nico wartete, wurden erst einmal Socken, Jacke und T-Shirt gewechselt. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen versuchte ich meine schrumpeligen Finger zu trocknen. Mit Nico bin ich dann die 2. Hälfte meiner Tagesetappe zu den Bondarenko’s nach Osterwarngau geradelt. Petrus hatte ein einsehen und am Nachmittag blieb es trocken. Unterwegs erfuhr ich dann, dass die Bezeichnung „Radweg“ in Bayern nicht unbedingt festen Untergrund voraus setzt. Damit erklärt sich für mich, warum außerhalb größerer Ortschaften die Leute hier mit Mountain Bikes unterwegs sind.


2 Wochen war ich jetzt allein unterwegs. Da war es, trotz tägliches Skypen und Telefonieren mit zu Hause, schön sich mit der Familie zu unterhalten. Dass Treffen mit den Kindern zwei Tage zuvor in Regensburg machte mir dies sehr deutlich. Deshalb freue ich mich darauf, meine Frau in sechs Tagen in die Arme nehmen zu können.

Aufgrund des ständigen Regens gibt es heute nur wenige Bilder.

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