Freitag, 21. August 2015

Etappe 19 Norbertshöhe - Meran 90 km

Die 19. Teilstrecke war für mich, nicht nur weil es die letzte Etappe war, eines der Highlights der Fahrt. Schon morgens war zu erkennen, dass das Wetter gut wird. Als ich um 08:40 h startete, war es zwar kühl, aber die Bergspitzen waren zu erkennen und die Sonne bahnte sich ihren Weg durch die wenigen Wolken. Der Anstieg zum Reschenpass war flacher als ich angenommen hatte und ließ sich gut fahren.
Reschenpass mit Blick auf Reschensee


Ich wählte den Radweg entlang der rechten Uferseite (Fahrtrichtung Süden) des Reschensee. Der führt auf geteerten Wirtschaftswegen unmittelbar am Ufer entlang und bietet immer wieder schöne Aussichten über den Stausee auf den Kirchturm der versunkenen Stadt Grein und die Berge der Öztaler Alpen.
Der Kirchturm der versunkenen Stadt Grein
Nach einer Cappuccino Pause in St. Valentin am Ende des Stausees, ging es von 1505 m über eine Strecke von fast 70 km bis auf 350 m in Algund hinab. Auf sehr gut ausgebauten Radwegen entlang der Etsch bzw. durch die vielen Obstplantagen ging es zügig Richtung Meran.

Dabei wechselten die Landschaftsansichten ständig - kurzum das war einfach klasse anzusehen. Die meiste Zeit konnte ließ ich das Rad rollen - treten war selten nötig. Bergab und dazu auch noch kräftiger Schiebewind -Radlerherz was willst Du mehr? Die Eindrücke von diesem Tag in Wort zu fassen fällt mir schwer, es war unheimlich beeindruckend. Deshalb einfach ein paar Bilder.
Am Ziel
So das wars. Meine Reise ist zu Ende. Wer mehr darüber erfahren  möchte - genauere Auskünfte gebe ich persönlich gern. Euer Felix

Donnerstag, 20. August 2015

Etappe 18 Tösens - Norbertshöhe 28 km



Offensichtlich machen sich die Strapazen der letzten 2 ½ Wochen bei mir bemerkbar. Habe lange geschlafen. Erst gegen 9:30 Uhr trat ich für meine vorletzte (meine "Bergetappe" auf die Norbertshöhe) Etappe in die Pedale.
Die Witterung war wieder sehr kühl und die Bergspitzen waren auch heute in den tief hängenden Wolken verschwunden. Trotzdem waren schon Paraglider unterwegs und ein Tandemteam landete direkt vor mir auf dem Radweg.
Auf meiner Fahrt rückten die Berge immer näher heran und das weite Tal wurde zunehmend enger. Ab dem Dorf Pfunds musste ich nun ein Pfund zulegen. Aus der vorher kaum merklichen Steigung wurde ein langgezogener Anstieg über den 1100m hohen Finstermünz Pass. Ich hatte mich schon über jeden „ertretenen“ Höhenmeter gefreut, denn dadurch wurde der Höhenunterschied zu meinem Ziel geringer und der letzte Anstieg nicht zu anstrengend, waren meine Gedanken.

Aber Pustekuchen - durch eine lange Abfahrt waren die Höhenmeter wieder futsch. Auf diesen Streckenteil ist der Inn die natürliche schweiz-österreichische Grenze und ich fahre zwischen den Felsen hindurch auf Schweizer Boden bis zum Zolldurchlass Martina. Und genau dort wiederum beginnt der Anstieg zur Norbertshöhe
Entlang des Inn zwischen den Felsen hindurch kam ich vom Altfinstermünz Pass und rechts oben auf dem Kamm liegt die Norbertshöhe
Von hier geht es auf 6 km über 11 Kehren gut 450 m hoch. Am Kiosk des Grenzüberganges legte ich eine kurze Kaffeepause ein und sammelte meine Kräfte. Dann machte mich an den Aufstieg. Zu meiner Überraschung konnte ich die Steigungen zwischen den Kehren tatsächlich treten. Ich musste zwar zwischendurch mal anhalten, um meinen Puls wieder runter zu bekommen, aber die Passhöhe erreichte ich ohne das Fahrrad zu schieben. 
Von da unten komme ich her.
Auf der Passhöhe angekommen, stand dort gerade eine Gruppe Radfahrer, die auf der gegenüber liegenden Seite hinauf gekommen waren und fotografierten sich.

Zu meiner Überraschung stellte sich heraus, dass es sich um Kollegen (Appel) aus Hamburg handelte, die ich in ihrem Radleroutfit (Helm, Sonnenbrille) zunächst nicht erkannt hatte!
Bereits kurz nach dem Mittag bezog ich mein Quartier im Gasthof Norbertshöhe.

Mittwoch, 19. August 2015

Etappe 17 Tarrenz - Tösens 49 km


Leider begann der Morgen mit Regen und Temperaturen von 12 Grad. Brrr! Mit so einer Kälte hatte ich nicht gerechnet. Vor fünf Tagen lagen die Temperaturen um 20 Grad höher. Also wieder rein in die Regenklamotten und rauf auf den Drahtesel. Die Bergspitzen rings um das Gurgltal verschwanden in den tief hängenden Wolken. Die Radwege waren asphaltiert und trotz einiger kurzer Steigungen kam ich gut voran. Ab Imst geht es dann entlang des Inn stromaufwärts. Aufgrund der Regenfälle in den letzten Tagen scheint der Wasserstand ziemlich hoch zu sein.

Der Radweg wechselte nun mehrfach auf überdachten Holzbrücken die Uferseiten.
Um dann zum Teil auf engen Extrastreifen neben der vielbefahrenen Bundesstraße herzuradeln.
Um unmittelbar danach wieder auf Spuren der Römer Straße zu stoßen.
Die "Römerbrücke" von Tösens, Sie ist allerdings erst im Mittelalter gebaut worden und soll die älteste erhaltene Brücke Titols sein.
Heute habe ich bewusst eine kurze Etappe zum Innthaler Hof in Tösens eingelegt, um morgen für den Anstieg zur Norbertshöhe ausreichend gewappnet zu sein.