Donnerstag, 6. August 2015

Etappe 4 Bad Karlshafen - Bad Soden-Allendorf 84 km

Heute melde ich mich aus dem schön heißen Hessenländle. Genau aus Bad Soden-Allendorf.


Aber der Reihe nach.

Wegen der wieder angesagten hohen Temperaturen rollte ich bereits vor 8 Uhr die Weser entlang und das bei völliger Windstille! Auf meiner Route querte (Fähre Lippoldsberg) ich heute einige Male den Fluss, radelte so öfter im Schatten (gerade zum Ende des Tages war das sehr angenehm) des Reinhardtswaldes und genoss die schöne Flusslandschaft.








Das sich in manchen Landstrichen "Fuchs und Hase gute Nacht sagen" war mir bekannt, dass ich so nah an einer Ortschaft vom Fuchs morgens begrüßt werde, weniger. Der Fuchs trottete eine ganze Zeit lang vor mir auf dem Radweg und sich nicht stören. Nachdem er die Straßenseite wechselte, setzte sich ins Gras und beobachtete mich eine Weile. Erst als sich ein Fahrzeug näherte, trollte er sich langsam ins hohe Gebüsch.
Durch die Führung des Radweges, querte ich einige Male die Weser und radelte oft im Schatten des Reinhardtswaldes. Dabei zeigte sich die Weser von ihrer besten Seite .
Als ich in Hanoversch Münden die Stelle erreichte, an der sich Fulda und Werra vereinigen, hatten die Temperaturen wieder unangenehm hohe Werte erreicht. Deshalb und wegen der „Übervölkerung“ des Punktes setzte ich meinen Weg ohne große Pause fort.


Entlang der Werra ging es zunächst zwar auf Schotter, aber durch kühle Wälder weiter. Der Radweg ist gespickt von vielen kurzen, aber knackigen Anstiegen mit bis zu 10 % Steigung, an denen ich teilweise absteigen und schieben musste (war kein Vergnügen). So quälte ich mir bis zum Ende des Tages locker 650 Höhenmeter ab - und das mit viel zu viel Gepäck. An diesen Rampen verbot es sich einen Gedanken an die Alpen Überquerung zu verschwenden. Aber die Werra hat auch Schöne Seiten zu bieten.


In meinem eigentlichen Etappenziel Eschwege wurde in der Woche das „Open-Flair“ -Festival veranstaltet (im Umkreis von 15 km war kein Zimmer frei). Die hierdurch bedingte Verkürzung der heute geplanten Strecke um 20 km kam mir wegen der hohen Temperaturen sehr recht. Im Biergarten meines Quartiers „Klosterschäncke“ in Bad Soden-Allendorf habe ich mein Feierabendbier gleich wieder ausgeschwitzt - so warm war es.
Morgen will ich Eisenach die Wartburg besichtigen - der Radweg ist hier auch als Wartburg-Herkules-Weg ausgezeichnet! Oha - was kommt da noch?

2 Kommentare:

lemmi hat gesagt…

Moin Felix,
klasse, dass Du die Tour auch mit Deinen Fotos dokumentierst. Da ist man noch besser dabei und wie klar, dass sich Dir als "alter Fuchs" der leibliche Fuchs als Modell zur Verfügung stellte. Dafür mangelte es am Hasen... :-)
Hoffe, Dir bleibt das für hier angesagte Unwetter erspart und Du geniesst eine pannenfreie Weiterfahrt mit gaaanz viel Wind von hinten, vor allem in den Bergpassagen. Und ich bleibe dabei, bis Du in den Alpen bist, hast Du Dich an die Berge gewöhnt, acht ´drauf.

LG Lemmi

Anonym hat gesagt…

Super! Immer weiter so! Tolle Tour! Wir lesen mit!
Schönen Gruß aus Hamburgs Westen! *zwinker*